Kind ist geboren! Das sind unsere Tipps für die Zeit „danach“

Lange Zeit haben wir hier im Blog nichts mehr geschrieben. Das hat einen ganz einfachen Grund: Unsere kleine Maus wurde endlich geboren und hat unser Leben gehörig auf den Kopf gestellt. Daher ist für diesen Blog hier momentan keine Zeit mehr. Isa wird euch aber demnächst sicherlich mit einem Video (vor allem zur Geburt) auf den aktuellen Stand bringen.

Ich wollte euch hier aber schon einmal auf den aktuellen Stand bringen, zumindest was die absoluten „Basisdaten“ betrifft: Am frühen Morgen des 18.06. war es so weit. 3.440 Gramm wog die Kleine bei einer Länger von 53cm.

Zunächst waren wir natürlich superglücklich (und sind es noch immer), denn sie kam gesund auf die Welt. Die einzige Komplikation war zunächst, dass das Fruchtwasser grün (also mit Stuhl) war, sodass die Kleine das also auch geschluckt hatte.

Stillen klappt nicht – was nun?

Die Anfangszeit war aber dennoch ziemlich hart, obwohl zunächst alles in Ordnung war. Denn die Kleine hat ziemlich viel gespuckt (vermutlich aufgrund des geschluckten grünen Fruchtwassers) und die Brust nicht genommen. Da dieser Umstand gepaart war mit einem 10%igen Gewichtsverlust innerhalb von 2 Tagen, mussten wir da mit der Ernährung sehr hinterher sein und ihr spätestens alle drei Stunden (gerechnet vom Anfang der Fütterung bis zum nächsten Anfang der Fütterung) etwas geben (oder aber vorher, falls sie sich „meldet“).

Das war ein ziemlich aufwändiges Prozedere gemischt aus „Wachwickeln“, Abpumpen, Milch im Wasserbad aufwärmen, verfüttern (und sich dafür auch die entsprechende Zeit für dazugehörige Zuwendung nehmen wie es ja auch beim Stillen wäre), evtl. nochmal Nachschlag bereiten (man will ja auch nicht zu viel Muttermilch erwärmt haben, die man dann wegschütten muss – die war anfangs echt ein rares Gut), danach den ganzen Kram (Pumpenzubehör und Fläschchen) wieder gründlich abwaschen und auch teils noch vaporisieren. Das dauert alles – wenn es gut läuft – locker eine gute Stunde.

Viel Zeit für Schlaf bleibt dann dazwischen nicht – maximal 2 Stunden). Vor allem dann nicht, wenn etwas „Ungeplantes“ dazwischen kommt (Spucken oder aber zum Beispiel auch dass die Kleine immer wieder einschläft und sich die Verabreichung der „Mindestmenge“ somit schleppend gestaltet). Aber irgendwie ging das alles. Unser „Schlafakku“ müsste daher theoretisch eigentlich komplett im Keller sein, aber praktisch macht sich das Defizit tagsüber erstaunlicherweise kaum bemerkbar. Irgendwie ging das alles dann doch.

Dafür bin ich nun umso froher, dass sich das nach und nach alles eingependelt hat. Das Geburtsgewicht ist nun nach fast zwei Wochen wieder erreicht und man kann das ganze etwas entspannter angehen lassen. Milch gibt es nun nur noch nach Bedarf (bzw. allerspätestens nach 6 Stunden und mind. 6 Mal am Tag) und dank Stillhütchen klappt es nun auch mit dem Trinken. Das kommt einem nun vor wie wahrer „Luxus“, auch wenn die Zeit objektiv betrachtet noch immer anstrengend ist. Aber dennoch superschön! Das klingt alles so negativ, aber ich bin dennoch heilfroh, dass die Kleine da ist!

Unsere besten Tipps für neue Eltern

Nach meinen persönlichen Erfahrungen rund um die Geburt, kann ich für Neu-Eltern kurz und knapp folgende Ratschläge geben (einzelne Punkte werde ich in den nächsten Wochen und Monaten hier im Blog bestimmt noch ausführlicher erläutern, sofern ich dafür die Zeit finde ;)):

  • Eine Diät braucht ihr vorher nicht zu machen, nach der Geburt purzeln eure Pfunde von ganz alleine (zum Essen und vor allem zum „Naschen“ ist keine Zeit mehr bzw. der Sinn steht einem nicht danach). 😉
  • Nehmt im Anschluss unbedingt das Angebot in Anspruch, euch zu Hause von einer Hebamme besuchen und beraten zu lassen (insbesondere bei „Problemlagen“, aber auch sonst – es fallen euch noch so viele Fragen ein. Und das blöde Internet hilft da meistens nicht weiter, da man zu fast jedem Thema rund ums Kind nur in irgendwelchen Foren landet).
  • Besorgt euch unbedingt von vornherein ein vernünftiges Stillkissen und nicht irgendeines. Wir haben auf Empfehlung der Hebamme dieses von Theraline geholt und das ist wirklich top! Wir hatten vorher ein x-beliebiges Stillkissen, mit dem wir so mittelmäßig zufrieden waren. Bei diesem hier muss ich nun erstaunt zugeben, dass ich nicht gedacht hätte, dass die Qualitätsunterschiede bei so einem doch recht einfach erscheinenden Produkt so groß sein können. Verschwendet keine Zeit und kein Geld an billige Stillkissen, der Qualitätsunterschied ist wirklich enorm!
  • Falls Stillhütchen erforderlich sind, kann ich diese hier von MAM empfehlen. Mit zwei anderen Herstellern hatten wir nur Misserfolge, mit diesem (auf Empfehlung der Hebamme klappte das aber super).
  • Bei den Fläschchen hatte ich zu den Avent-Naturnah-Saugern gegriffen in der Hoffnung, dass diese der weiblichen Brust wirklich näher sind, sodass die „Rück-Umstellung“ auf die Brust leichter ist. Keine Ahnung, ob das wirklich was bringt, aber bei uns hat es mit der Brust trotz zwischenzeitlicher Flaschenfütterung schließlich doch noch geklappt.
  • Stellt euch ruhig eine Packung Milchpulver ins Regal. Das entspannt einen ungemein, wenn man weiß, dass man das zur Not in der Hinterhand hat (auch wenn man es dann doch nicht braucht).
  • Lernt es zu schätzen, wenn euer Kind die Brust von vornherein nimmt. Das macht es so unglaublich viel einfacher! Aber auch, wenn es nicht klappt, geht es trotzdem irgendwie. Nur die Hoffnung nicht aufgeben, irgendwann klappt es bestimmt. 😉
  • Googelt besser nicht, wenn sich irgendein Problem im Zusammenhang mit der Schwangerschaft oder eurem Baby ergibt. Sucht euch einen Ratgeber, dem ihr traut, und folgt diesem. Andere nur dann fragen, wenn ihr Zweifel habt, ob der bislang erhaltene Ratschlag der richtige war. Denn das Problem ist: Nicht jede Kinderkrankenschwester und nicht jede Hebamme hat die gleichen Ratschläge auf Lager. Im Krankenhaus (wo wir aufgrund des Gewichtsverlustes noch einen Tag länger waren als normalerweise vorgesehen) war das richtig ätzend. In jeder Schicht bekamen wir neue „Empfehlungen“, teils komplett gegensätzlich, das macht einen wirklich wahnsinnig (auch wenn die alle total engagiert waren und es wirklich gut meinten). Und erfolgversprechend ist das auch nicht, wenn man ständig seinen „Plan“ ändert. Wir sind nun heilfroh, dass wir zu Hause nur die eine Hebamme haben und wir folgen ihr fast „blind“.
  • Falls verfügbar und finanziell leistbar, nehmt euch im Krankenhaus ein Familienzimmer. Das war für uns echt Gold wert und diese ganze Zeit wäre anders emotional vermutlich noch viel schwieriger geworden.

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