Frustration bei Suche nach Krippenplatz

Einen Platz in einer Kinderkrippe zu bekommen, ist ohne Geschwisterkind in den jeweiligen Einrichtungen und ohne dass man ein „Härtefall“ ist (Alleinerziehend zum Beispiel) offenbar ein Glücksspiel. Das war uns dank diverser Erfahrungsberichte schon vorher klar, darum meldeten wir unseren Nachwuchs bereits über zwei Jahre vor dem gewünschten Termin an (nämlich wenige Tage nach der Geburt).

Das brachte aber zumindest in den ersten beiden Einrichtungen, von denen wir nun das „Ergebnis“ erfuhren, trotzdem nichts: Kein Platz für uns bzw. genauer gesagt unsere Tochter.

Besonderes Ärgernis: Intransparenz
Gut, mit sowas habe ich irgendwie schon gerechnet. Was mich aber richtig dabei stört, ist diese Intransparenz hinter dem Auswahlverfahren. Konkrete Details erfährt man nirgends. Schon vor zwei Jahren bei der Anmeldung nicht.

Dazu kommt noch, dass es jetzt von ein und der selben Einrichtung widersprüchliche Aussagen gibt. Da wird zum Beispiel mal behauptet, alle Plätze wären an Geschwisterkinder vergeben worden. Aus erster Hand weiß man aber von einem Fall, wo jemand ohne Geschwisterkind zum Zuge kam.

Andere Eltern wiederum bekommen zum gleichen Zeitpunkt die Aussage, dass das Auswahlverfahren noch gar nicht begonnen hätte bzw. die Auserwählten noch gar nicht fest stünden. Das stinkt für mich alles zum Himmel. Wer weiß, was da so gemauschelt wird – oder die haben einfach selber keinen Überblick.

Worauf kann man sich noch verlassen?
In den beiden besagten Einrichtungen sind wir nun angeblich auf Wartelistenplatz 1. Denn laut deren Aussage scheiterte es für uns nur ganz knapp (was auch immer dies bedeutet).

Von einer der beiden Einrichtungen erhielten wir vor zwei Wochen sogar schon eine mündliche Zusage, nun aber doch eine Absage, weil man offenbar eine Geschwisterkind-Anmeldung übersehen hatte.

Ich kann das so alles irgendwie nicht glauben. Und ich glaube daher auch nicht so richtig, dass wir wirklich auf Wartelistenplatz 1 sind.

Da fällt es einem jedenfalls wirklich schwer, freundlich zu bleiben, wenn im direkten Gespräch mit denen ist. Ich bin ehrlich gesagt schon ziemlich angepisst. Aber man will sich ja nicht noch sämtliche Restchancen verbauen, weil die einen als potenziellen „Querulanten“ sehen…

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