Geburtsbericht (Teil 2) – so war es nach der Geburt!

Hier kommt der zweite Teil meines Geburtsberichts. Während sich der erste Teil um die Geburt drehte, geht es in diesem Video jetzt (siehe unten am Ende dieses Eintrags) um die Zeit nach der Geburt im Krankenhaus und später dann auch zu Hause.

Die Tage waren sehr durchwachsen. Positiv war zunächst, dass wir tatsächlich ein Familienzimmer bekommen haben (natürlich gegen Aufpreis, aber das war es uns Wert) und wirklich alle supernett und bemüht um uns waren. Und wir waren natürlich einfach nur glücklich, dass die Kleine gesund auf die Welt gekommen ist.

Große Probleme beim Stillen & starker Gewichtsverlust

Es gab aber auch viele Probleme. So hat es mit dem Trinken von der Brust nicht geklappt. Zudem hat die kleine viel gespuckt und auch aus der Flasche (bzw. Spritze) nicht viel getrunken. Das sorgte dafür, dass sie innerhalb von zwei Tagen 10% des Gewichts verlor und wir daher einen Tag länger im Krankenhaus bleiben mussten. In der Windel war trotzdem meistens ordentlich was drin, was auch ordentlich dunkel war (das so genannte Kindspech).

Das mit dem Milchabpumpen klappte erstaunlich gut. Die Sorge über zu wenig Milch, die wohl fast jede Mutter hat, war völlig unbegründet. Nur das Verfüttern war teilweise eben ziemlich schleppend.

Enger Zeitplan belastet Körper und Geist

Zudem mussten wir uns in Folge der Gewichtsproblematik an einen ziemlich engen Zeitplan halten, was das Füttern betrifft. Da blieb dann zum Schlafen für uns nicht mehr viel Zeit übrig. Denn neben dem Abpumpen und Verfüttern (inkl. Aufwärmen der Milch im Wasserbad) muss man den ganzen Kram ja auch wieder sauber machen und sterilisieren. Und ein paar Streicheleinheiten (und neue Windeln, teilweise auch neue Klamotten – wenn mal wieder gespuckt wurde) braucht das Neugeborene ja auch noch. 😉

Wenn man dann also alle 3 Stunden mit einer Fütterung beginnen muss, bleiben zum Schlafen dazwischen im allerbesten Fall nur noch zwei Stunden übrig. Dazu muss es aber wirklich auch perfekt laufen – und wann tut es das schon mal. 😉 In der Regel blieb zwischendrin doch deutlich weniger Zeit übrig. Auch tagsüber. Unsere Wohnung sah in den ersten beiden Wochen schrecklich aus. Wir kamen einfach nicht zum Aufräumen und Saubermachen.

Zudem muss man zum Beispiel bei der Aufbewahrung von Muttermilch (und auch dem Aufwärmen) sehr vorsichtig sein.

Hebamme war Gold Wert

Wir waren jedenfalls heilfroh, dass wir nach der Zeit im Krankenhaus jeden Tag Besuch von einer Hebamme bekamen. Das brauchten wir wirklich! Denn wir waren echt überfordert; es sind einige Tränen geflossen. Die Hebamme hatte verdammt viel Ahnung und genau die richtigen Tipps und Worte für uns auf Lager. Im Krankenhaus hatten wir ja das Problem, dass jede Schwester irgendeinen anderen Ratschlag auf Lager hatten, was natürlich auch verunsichert. Nun hatten wir mit der Hebamme nur noch EINE Ratgeberin und das war genau das Richtige. So haben wir dann die mit ihr besprochenen Sachen durchgezogen ohne rechts und links (und vor allem im Internet) nach anderen Infos zu gucken. So muss das sein, sonst wird es richtig stressig.

Alles wird gut!

Schlussendlich führte das auch tatsächlich zum Erfolg. Über den „Umweg“ Stillhütchen hat es nach zirka zwei Wochen tatsächlich noch mit dem Trinken direkt an der Brust geklappt. Was für eine enorme Erleichterung!! So richtig zu schätzen weiß man das wohl erst, wenn es vorher nicht geklappt hat. Und mit dem Gewicht geht es seitdem auch stetig aufwärts (mit einem kleinen Rückschlag), sodass wir uns auch darüber inzwischen keine Sorgen mehr machen müssen. Um es gut kontrollieren zu können, haben wir uns in der Apotheke auch eine Baby-Waage ausgeliehen. Und durch Wiegen vor und nach dem Stillen kann man auch herausfinden, wie viel die Kleine in etwa so trinkt. Man ist da ja doch manchmal etwas unsicher. Viele sagen ja, dass man sich dadurch verrückt macht, aber in meinem Fall war es angesichts der Gewichtsproblematik eher so, dass es mich sicherer machte, wenn ich weiß, dass die Kleine genug zu trinken bekommt.

Temperatur machte ebenfalls Probleme

Ein weiterer kleiner Sorgenfaktor war noch die Temperatur. Diese lag immer wieder im Bereich der unteren Grenze von 36,5 Grad, weshalb wir die kleine immer ordentlich einpacken mussten. Inzwischen haut das aber hin und wir messen die Temperatur gar nicht mehr (als es die Probleme gab, haben wir bei jedem Wickeln die Temperatur gemessen).

Übrigens waren fast alle Klamotten, die wir vorher besorgt haben viiiiel zu groß. Eigentlich kann man ja davon ausgehen, dass einem 53cm großen Kind die Größe 50/56 passt, aber weit gefehlt!

Alle weiteren Details erfahrt ihr im aktuellen Video. Da gibt es am Ende auch einen Blick auf meinen strapazierten Bauch (wie er fünf Wochen nach der Geburt aussieht). 😉

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