Horrornächte aufgrund von Backenzähnen

Hinter uns liegen seit kurzem zwei wirklich anstrengende Wochen. Zuvor waren wir ja ab einem recht frühten Zeitpunkt in der überaus glücklichen Lage, dass die Kleine fast alle Nächte durchschlief. Nun aber hatten wir die mit Abstand anstrengendste Zeit seit kurz nach der Geburt.

Tagsüber war so weit stets alles okay. Aber je weiter es Richtung Abend ging, desto „nöliger“ wurde die kleine Maus. Und beim Ins-Bett-Bringen wurde es dann richtig unangenehm. Bislang konnten wir sie ins Bett legen und sie schlief dann irgendwann ein. Nun aber gab es lautstarken Protest und sie fuhr sich ziemlich schnell ziemlich stark hoch. Sie war richtig aufgebracht und kaum wieder zu erkennen.

EInschlafen und Durchschlafen wird zum Problem
Somit wurde das Ganze dann von uns „abgebrochen“ und wir lasen zusammen noch etwas. Der nächste Versuch mit Ins-Bett-Bringen ging dann wieder so los wie der vorherige. Beim dritten oder vierten Mal steuerten wir aber früh gegen, indem die Mama neben dem Bett blieb. Irgendwann nach ziemlich langer Zeit schlief die Kleine dann ein.

Doch das hielt nicht lange. Nach nicht mehr als 2 bis 3 Stunden wurde sie wieder wach und weinte sofort richtig stark. Es dauerte jeweils wieder lange, bis sie sich wieder beruhigen ließ.

Fast ins Kinder-Krankenhaus gefahren
So sahen mehrere Nächte nacheinander aus. In der einen wussten wir gar nicht mehr weiter, da sie auch niemanden an sich heranließ, sondern mit ihrem Arm wegschlug. Wie soll man ihr dann helfen? Bis dahin hatten wir die unruhigen Nächte für die Folge einer Erkältung gehalten, aber das Verhalten wurde uns nun zu merkwürdig. Wir wollten schon ins Krankenhaus fahren, doch plötzlich beruhigte sie sich dann doch wieder.

Am nächsten Tag sind wir direkt zur Kinderärztin und die hatte direkt die Erklärung: Im Mund war alles rot und dick. Oder anders ausgedrückt: Unser Kind bekommt gerade an mehreren Stellen gleichzeitg Backenzähne. Der Infekt kommt lediglich noch „oben drauf“.

Auch Zäpfchen helfen nichts
Auf Empfehlung versuchten wir es dann mit Ben-u-ron-Zäpfchen (Wirkstoff Paracetamol). Doch die Nächte wurden dadurch leider nicht besser. Aber zumindest wussten wir nun, dass die Ursache nichts „lebensbedrohliches“ ist, sondern „nur“ die Zähne. Unangenehm waren die Nächte trotzdem.

Videos von sich selbst helfen
Inzwischen hatten wir auch einen „Trick“ gefunden, wie wir sie wieder kurzfristig von ihrem „Eskalationstrip“ runterholen konnten: Wir zeigten ihr auf dem Handy ein Video von sich selber in einer schönen Situation.

Schlagartig war das Weinen vorbei und sie hatte kurz sogar ein Lächeln auf dem Lippen. Das anschließende Einschlafen war trotzdem sehr mühsam und immer wieder flammte ein Weinen auf.

Elternbett hilft gar nichts
Anfangs hatten wir übrigens noch die Hoffnung, dass sie vielleicht besser schlafen könnte, wenn wir sie zu uns ins Bett holen. Doch das half gar nichts und die Kinderärztin riet uns auch nachdrücklich davon ab. Wir werden das nicht wieder tun. In unserer Verzweiflung wussten wir damals einfach nicht weiter.

Dieser Zustand dauerte in etwa zwei Wochen und das hat richtig geschlaucht. Inzwischen ist wieder alles normal und man weiß das richtig zu schätzen. Zwei neue Backenzähne sind nun zu sehen. Ich hatte eigentlich die Hoffnung auf „mehr“. Denn das würde bedeuten, dass uns nicht mehr ganz so viele bevorstehen…

Auch der Mittagsschlaf fiel aus
Tagsüber war sie übrigens die ganze Zeit normal drauf. Trotz deutlich weniger Schlaf in der Nacht. Allerdings fiel der Mittagsschlaf aus. Hier spielte sich dann jeweils das gleiche Drama ab.

Warum auch immer, denn müde hätte sie ja eigentlich sein müssen. Vielleicht hat sich das Schlafen aber mit Zahnschmerzen verbunden und hat sich deswegen auch dem Mittagsschlaf verweigert…

Inzwischen geht aber auch das wieder reibungslos und in der gewohnten Dauer.

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