Schwangerschaft: Was darf ich essen und was nicht?

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Essen: Was darf ich, was darf ich nicht?

Dass das Thema „Ernährung“ in der Schwangerschaft das Leben doch deutlich verkompliziert, war uns vorher klar. Dass man sich dabei allerdings so wahnsinnig machen kann, wie wir es gerade tun, damit haben wir wirklich nicht gerechnet. Denn die Thematik ist doch deutlich komplexer als gedacht und das größte Problem dabei ist, dass man zu fast allen Lebensmitteln gegensätzliche Meinung findet.

Das Internet ist dabei nur wenig hilfreich. Genauer gesagt ist es sogar kontraproduktiv. Denn wenn man ein Lebensmittel zusammen mit dem Begriff „Schwangerschaft“ googelt, dann landet man fast immer in irgendeinem Forum, wo sich werdende oder bereits seiende Muttis austauschen. Das ist allerdings nicht hilfreich und schon gar nicht verlässlich, da das immer Privatmeinungen sind, die oftmals auf Hören sagen beruhen (auch Frauenärzte scheinen teils völlig unterschiedliche Ratschläge zu geben). Teils liest man da hanebüchene Ansichten wie zum Beispiel, dass hin und wieder ein Glas Alkohol okay wäre. Man glaubt es nicht.

Nur wenige Empfehlungen sind eindeutig und klar

Leider sind die Empfehlungen nur bei wenigen Lebensmittel eindeutig in Bezug darauf, was man nicht darf. Zum Beispiel Hackfleisch und anderes rohes Fleisch (wie zum Beispiel Salami aber auch Räcuherlachs), sämtliche Produkte aus Rohmilch (die einem aber doch eher selten begegnen und klar als solche gekennzeichnet sein müssen) und natürlich Alkohol.

Generell sollte man nicht zu viel Zucker zu sich nehmen und sich gesund ernähren (Obst und noch viel mehr Gemüse – aber nur gründlich mit warmem Wasser abgewaschen). Auch sollte man Salat in Restaurants meiden, sondern nur welchen Essen, den man selbst frisch zubereitet und gründlichst mit warmem Wasser abgewaschen hat.

Was ist mit den „Spezialfällen“?

Was ist aber zum Beispiel mit „Spezialfällen“ wie einer Salami auf einer Pizza, wenn diese ordentlich durchgebacken wurde? Oder mit alkoholfreiem Sekt oder Bier? Und was ist mit gekochten Soßen, die Alkohol enthalten? Bei all solchen Themen wird es dann kompliziert und widersprüchlich.

Das kann einen wirklich zur Verzweiflung treiben. Vor allem jetzt gerade bei uns, wo wir uns in der sechsten Schwangerschaftswoche befinden. Heute sind wir nämlich zu einem Geburtstag in einem Restaurant eingeladen und es gibt ein festes Menü. Besonders problematisch wird es dadurch, dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht alle Gäste wissen soll, dass wir ein Kind erwarten (das wollen wir erst zu einem späteren Zeitpunkt verkünden, wenn wir durch die frühe Phase der ersten Wochen durch sind).

Zu den allgemeinen „Lebensmittel-Unklarheiten“ kommt dann noch dazu, dass man sich dabei einigermaßen unauffällig verhalten will, sodass niemand etwas merkt.

Wie kriegt man dann aber raus, ob in der Tomatensuppe vielleicht Gin, in der Pfeffersoße Weißwein oder in der Bratensoße Rotwein ist? Und sind die zugefügten Alkohole in den kleinen und zum Teil bereits verkochten Mengen überhaupt problematisch? Das kann einen wirklich zur Verzweiflung treiben (bzw. hat es bereits – aber vielleicht kann man das auch unter hormonellen Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft verbuchen ;)).

Neutrale Quelle für Lebensmittel-Fragen in Schwangerschaft gesucht

Kennt jemand eine neutrale Quelle für solche Fragen im Internet? Uns fehlt da eine Seite, auf die man einigermaßen trauen kann. Keine Foren, keine Blogs, sondern eine neutrale vertrauenswürdige Quelle (wie zum Beispiel die Stiftung Warentest oder aber auch eine renommierte Fachzeitschrift). Falls da jemand Empfehlungen und Erfahrungen mit hat, freuen wir uns über Hinweise.

Alternativ geht auch ein Buch, das diesen Themenbereich genau und fein differenziert abdeckt. Wir haben zwar bereits drei sehr hilfreiche Bücher zur Thematik Schwangerschaft (am besten gefällt mir dabei übrigens dieses hier von der Stiftung Warentest, außerdem haben wir noch dieses und dieses Buch – alle drei haben uns schon viele sehr gute Infos gegeben). Allerdings bleiben diese in Bezug auf Lebensmittel doch recht oberflächlich und allgemein. Daher sind wir auch hier noch für Tipps dankbar.

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