Sport in der Schwangerschaft (Schwangerschaftsgymnastik)

Tja, das ist so eine Sache mit dem Sport während der Schwangerschaft. Zumindest bei mir ;-)! Man kann jetzt nämlich nicht sagen, dass ich vor dieser eine Sportskanone gewesen bin. Eher so im Gegenteil. Sprich: Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich mich eher als Couch-Potatoe und weniger als Sportskanone sehen ;-).Das soll natürlich nicht heißen, dass ich gegen gänzliche Art von Bewegung bin. Ein Spaziergang zum Griechen, Türken oder zur Eisdiele ist allemal drin ;-)! Nein, jetzt mal im Ernst. Früher war ich schon sportlich aktiv. Ich hab HIP-HOP getanzt, Leichtathletik gemacht und Tennis gespielt. Aber spätestens seit dem ich Vollzeit gearbeitet hab, hatte ich nicht mal mehr zum Joggen Lust und war froh nach der Arbeit aufs Sofa fallen zu dürfen.

Da man ja aber, vor allem auch in der Schwangerschaft, aktiv bleiben soll, um die Geburt und auch die Rückbildung angenehmer zu gestalten, stellte sich nun die Frage: Auf was für eine Art von Sport kann ich mich einlassen?

Wie wär’s mit Schwimmen?
Zuerst dachte ich an Schwimmen. Suchte auch nach Schwimmbädern in unserer Nähe, aber irgendwie hätte ich für jedes eine recht lange Fahrt mit der Bahn oder mit dem Bus auf mich nehmen müssen. Zu lang für mich jedenfalls. Denn ich kenne mich und weiß, dass ich mich wahrscheinlich nie hätte dazu aufraffen können, mit Sack und Pack in die Bahn zu steigen, um mich dann wie ein Flusspferd in ein mit Chlor getränktes Becken zu stürzen, um dieses nach 10 Minuten wieder zu verlassen, weil mich alte Leute oder Jugendliche nerven ;-).

Nein, also ich mag alte Leute und auch Jugendliche sind bestimmt nicht alle verkehrt, aber im Schwimmbad können sie einen schon ganz schön auf die Palme bringen. Also entschied ich mich, mit dem Schwimmen auf den Sommer zu warten, wenn ich mich mit Nils auf eine Decke in den Schatten legen, lesen, essen und mich ab und zu abkühlen kann, ohne das als Sport zu betrachten ;-)!

…oder mit Yoga?
Na gut, aber was dann? Yoga vielleicht? Joa, konnte ich mir schon eher vorstellen. Verwarf diesen Gedanken aber recht bald wieder. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich kein Yogatyp bin. Ich hätte mir bestimmt die ganze Zeit das Lachen verkneifen müssen.

Außerdem habe ich einfach keine Lust, mich in der Schwangerschaft ausschließlich über ebendiese zu unterhalten. Es wird noch lange genug um Babys, Kinder und Teenager gehen, da muss man sich ja nicht auch noch freiwillig vorher ins Haifischbecken stürzen ;-)! Der Geburtsvorbereitungskurs, der uns noch bevorsteht, reicht mir schon!

DVD-Kurs als Alternative für zu Hause
Mal abgesehen davon, dass so ein Kurs ja auch nicht gerade günstig ist und so kam mir die Idee. Warum nicht das ganze schön von zu Hause aus und viel preiswerter erledigen? Also sah Nils sich noch am gleichen Tag nach den am besten bewerteten DVDs bei Amazon um.

Und nun verbringe ich mindestens 1x in der Woche 45 Minuten auf meiner Isomatte im Wohnzimmer und mache Schwangerschaftsgymnastik und Beckenbodentraining ;-)! Die DVD namens „Fit mit Babybauch – Schwanger sein, glücklich sein, entspannt sein“ bietet auch noch Atemübungen und einiges mehr.

Nun muss ich dazu sagen, dass ich natürlich die Nachteile auf jeden Fall sehe und nachvollziehen kann. Man hat zum Beispiel niemanden der einen korrigieren kann. Obwohl ich sagen muss, dass die Übungen jetzt auch nicht so extrem sind, dass man da soviel falsch machen könnte. Außerdem braucht der eine oder andere vielleicht den Druck, Geld bezahlt und einen festen Termin zu haben, um auch wirklich Sport zu machen.

Das, muss ich sagen, klappt bei mir auch mit der DVD recht gut und vor allem, ich kann aussehen wie Schlumbumm und es interessiert keinen. Ich kann danach gleich unter meine eigene Dusche hüpfen (ich hasse öffentliche Duschen) und wenn ich mal Rückenschmerzen hab, oder mich einfach nicht so fühle, verschiebe ich mein „Training“ einfach auf einen anderen Tag in der Woche.

Zum Schluss muss natürlich jeder für sich selber wissen, ob man den Ansporn einer Gruppe braucht oder genug Disziplin besitzt, um es alleine zu Hause durchzuziehen. Manch einer findet es vielleicht auch ganz schön in einer Gruppe, sich mit anderen auszutauschen und so weiter…kann ja schließlich nicht jeder so eigenbrötlerisch sein wie ich ;-)! Wäre ja auch schlimm!

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