Mein erster Termin mit der Hebamme

mutterpassSo, vor 5 Tagen hatte ich nun meinen ersten Termin bei der praxiseigenen Hebamme und ich muss sagen, dass sie mir sehr sympatisch war. Ich habe nun immer im Wechsel einen Termin bei ihr und dann wieder bei meiner Frauenärztin.

Sie erkundigte sich erstmal nach meinem Befinden. Ich musste ihr leider sagen, dass sich bei mir nun doch die typische Übelkeit breit gemacht hatte. Letzte Woche musste ich mich deswegen sogar 2 Tage krank melden. Zwar musste ich mich nicht übergeben, habe aber den ganzen Tag über ein flaues Gefühl im Magen. So wie nach einer kurvigen Autofahrt (ich weiß nicht wer von euch das auch kennt), oder nach einer durchzechten Nacht (dieses Gefühl dürfte ja wohl den meisten bekannt sein ;-)).

Mal sehen wie lange ich davon noch „geplagt“ sein werde. Ich stehe nun auf jeden Fall immer 15 Minuten eher auf, wenn ich arbeiten muss, um noch ein kleines Frühstück zu mir zu nehmen und die bevorstehende Bahnfahrt zu überleben ;-).

Redebedarf wird gestillt

Nun ja zurück zur Hebamme. Überraschenderweise waren sogar meine Laborwerte da und sie waren zum Glück alle in Ordnung. Auch das gefürchtete HIV-Ergebnis war negativ….also positiv für mich ;-). So konnte ich auch den langersehnten Mutterpass endlich in Empfang nehmen.

Wir sprachen dann noch über viele andere Dinge und ich war verblüfft, dass ich anscheinend doch einen hohen Redebedarf hatte, denn es sprudelte förmlich aus mir heraus. Es ging zum einen um die Arbeit und dass ich ruhig mal mit der Faust auf den Tisch hauen und meine Bedürfnisse vertreten sollte. Sie meinte sogar, dass man im Notfall bestimmt auch ein Beschäftigungsverbot erteilen könnte, denn dieses würden auch ganz andere Berufsgruppen wie zum Beispiel Lehrerinnen bekommen, die ja nun nicht mit Blut, Urin, HIV-Patienten etc. in Kontakt kommen. Zwar habe ich das erstmal nicht vor, aber man kann ja nie wissen, wie es einem noch so auf der Arbeit ergeht, bzw. mit was für Wehwehchen man in der nächsten Zeit noch konfroniert wird ;-).

Auch „Essen“ war wieder ein Thema

Außerdem ging es natürlich ums Futtern! Ich erzählte ihr, dass man sich da ja wirklich verrückt machen und zu Tode lesen kann. Sie war zwar natürlich auch der Ansicht, die bekannten Dinge wie Rohmilchkäse, rohes Fleisch etc. zu meiden. Aber sie meinte auch, dass man sich nicht zu viele Sorgen machen soll. Wenn man wirklich mal aus Versehen etwas Verbotenes gegessen hat, sei die Wahrscheinlichkeit zu erkranken sehr gering und die, dass das Baby einen Schaden davon trägt ebenfalls. Sei meinte (mal sehen ob ich das einigermaßen zusammen kriege): Von 70.000 Neugeborenen würden nur 10-20 überhaupt erkranken, weil die Mutter sich eben nicht an alle Regeln gehalten hat.

Ich weiß gar nicht mehr genau um welche Folgekrankheiten es jetzt ging, aber sie konnte mich damit doch etwas beruhigen. Trotzdem versuche ich natürlich, alles zu vermeiden, was dem Kleinen schaden könnte, denn man muss sein Glück ja nicht herausfordern. Ich verzichte also weiter auf alles, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob es doch ein Gefahrenpotenzial birgt. Was man wohl allerdings wirklich als Faustregel festlegen kann ist, alles was gekocht, gegart, gebacken oder erhitzt wurde, kann man ohne Bedenken verzehren. Das gilt für die Salami und den Mozarella auf der Pizza, genauso wie für den Lachs mit Bandnudeln ;-).

Ich bin auf jeden Fall ganz froh, nun eine Hebamme gefunden zu haben. Sie sagte, dass sie immer 45 Minuten für ihre Gespräche einplant, was ich total super finde und die ich, wie ich mich nun neu kennegelernt habe, mit Sicherheit auch nutzen werde ;-)!

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