Unpassende Altersangaben auf Spielzeug

Vor kurzem haben wir festgestellt, dass unsere kleine Maus auf solche Steckpuzzle total abfährt. Man kann es auf dem Bild nicht eindeutig erkennen: Hier sind lediglich einzelne Elemente ausgestanzt und diese werden dann wieder ins Gesamtbild eingesteckt. Es ist also kein „vollwertiges“ Puzzle.

Merkwürdig finde ich dabei die Altersangabe, die Ravensburger macht: 3+. Also ab 3 Jahren. Unsere Kleine ist nun noch keine zwei Jahre alt und hat schon nach einem Versuch überhaupt keine Probleme mehr, dieses Puzzle zu bewältigen. Und ich denke, das wird auch den meisten anderen Kindern weit vor 3 Jahren so gehen. Mit 3 langweilt sie sowas vermutlich eher. 😉

Nachdem sie es ein paar Mal gepuzzelt hat, legt sie sich inzwischen sogar die Teile mit der Rückseite nach oben hin, um sich selbst den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Ich denke, da ist Ravensburger mit der Altersangabe übervorsichtig (was ich ja grundsätzlich gut finde, um Kinder nicht zu überfordern).

Vergleichbare Discounter-Puzzle mit realistischer Altersangabe
Interessanterweise gibt es vergleichbare Puzzles auch vom Discounter (im Artikel-Bild unten zu sehen, ich glaube es stammt von Aldi). Und diese haben als Altersempfehlung 18+, also ab 18 Monaten und damit „halb so alt“ wie die Ravensburger-Empfehlung. Und das mit den 18 Monaten passt nach unseren Erfahrungen nun ziemlich gut.

Auch wenn sich die Puzzles in der Anzahl der Teile (14 vs. 10) unterscheiden, sind sie für mich grundsätzlich vergleichbarer. Vielleicht ist das Ravensburger-Puzzle einen Tick detailreicher, aber das rechtfertigt für mich nicht derart unterschiedliche Altersempfehlungen.

Ich finde es jedenfalls erstaunlich, dass Ravensburger als „Spielzeug-Profi“ hier so daneben liegt und es bei der Discounter-Ware besser passt. Oder liegen wir daneben und unser Kind ist (was diese Puzzles betrifft) einfach besonders talentiert? Das glaube ich eigentlich nicht, denn ihre besonderen Stärken liegen eigentlich woanders (nämlich in der Sprache).

Versuch macht klug
Daher empfehle ich: Probiert solche Puzzles (und natürlich auch andere Spielzeuge) mit euren Kindern ruhig vorher schon einmal aus und nicht erst ab dem dritten Geburtstag. Ihr kennt eure individuellen Kinder schließlich besser als die Spielzeughersteller. 😉

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