Welcher Rauchmelder ist fürs Kinderzimmer am besten geeignet?

CIMG9892Vor ein paar Jahren haben wir hier bei uns in den Wohnräumen ganz normale Rauchmelder installiert – somit auch im (damals noch zukünftigen) Kinderzimmer. Dabei handelte es sich um ganz gewöhnliche Rauchmelder mit einer normalen Batterie, die im Normalfall ein bis zwei Jahre hält. Klingt erstmal unspektakulär und nicht nach einem besonderen Sachverhalt oder gar Problem.

Nun kam es aber inzwischen bei den ersten Meldern vor, dass wir die Batterien wechseln mussten. Den Bedarf an einer neuen Batterie zeigen die Rauchmelder üblicherweise an, indem sie in gewissen Abständen einen kurzen Piepston von sich geben. Und das bevorzugt nachts (bzw. merke ich es offenbar bevorzugt nachts).

Warnton stört die Nachtruhe
Das ist natürlich nicht so richtig schön. Vor allem deswegen nicht, weil wir hier im Haus insgesamt acht Rauchmelder haben (ich habe mehr installiert als gesetzlich vorgeschrieben sind). Im Kinderzimmer ist das natürlich besonders unschön, da es den Schlaf unseres Babys direkt stören würde.

Außerdem führt es dazu, dass quasi „alle paar Wochen“ ein anderer Rauchmelder mit dem Batteriewechsel „dran“ ist. Und auch die anderen Melder kann man mit ihrem Piepston bis ins Kinderzimmer hören.

Zudem ist es ziemlich schwierig, denjenigen Melder zu identifizieren, der jetzt gerade eine neue Batterie braucht. Das ist nämlich gar nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Bisher war es stets fast einer der letzten Rauchmelder, die ich jeweils in Verdacht hatte. Somit dauert die Sache dann auch entsprechend lange. Wie das eben so ist. 🙂

10-Jahres-Melder sollen für weitgehende Ruhe sorgen
Wir haben uns daher dazu entschlossen, langfristig auf diese Rauchmelder mit einer Lithium­batterie umzustellen, die fest mit dem Gerät verbaut ist und 10 Jahre lang halten soll. So lange hat man dann Ruhe vor dem jährlichen bis zweijährlichen Batteriewechsel und damit einhergehendes Aufgewecktwerden. Gleiches gilt für den geliebten Nachwuchs.

Testweise habe ich mir schon mal einen von diesen Meldern beschafft. Wie so oft habe ich mir hier an den Ergebnissen der Stiftung Warentest orientiert und mir den aktuellen Testsieger geholt: Den Ei650 von Ei Electronics.

Dieser kostet zwar etwas mehr als 20 Euro, aber dafür fallen ja auch die häufigen Batteriewechsel weg. Wenn man das gegenrechnet, kommt man vermutlich in etwa auf die gleichen Kosten wie bei einem „gewöhnlichen“ Rauchmelder, bei dem man so oft die Batterien wechseln muss. Hinzu kommt der Vorteil, dass man sich 10 Jahre lang die ganzen Mühen spart. Und ökologisch gesehen ist das so sicherlich auch sinnvoller.

Dass man den Ei650 dann nach 10 Jahren entsorgen muss, da die Batterie ja nicht wechselbar ist, ist kein Nachteil. Denn auch die gewöhnlichen Rauchmelder haben solch ein „Verfallsdatum“, sodass man sie nach 10 Jahren entsorgen soll. Grund: Nach dieser Zeit ist nicht mehr sichergestellt, dass der Rauch-Sensor noch vernünftig funktioniert.

Weitere Vorteile erleichtern die Entscheidung
Der Ei650 hat noch einige weitere nette Vorteile: So ist zum Beispiel die Taste zum Testen so groß ausgestattet, dass man sie bequem mit einem Besenstiel oder ähnlichem vom Boden aus betätigen kann – ohne dass man auf eine Leiter steigen muss.

Außerdem dient die selbe Taste auch zum 10-minütigen Stummschalten im Falle eines Fehlalarms (verursacht zum Beispiel durch das verbrannte Schnitzel aus der Küche ;)). Ebenfalls nett ist, dass der Testalarm nicht in voller Lautstärke erfolgt, sondern sich langsam steigert. So muss man sich bei den Tests nicht die Ohren zuhalten.

Nett finde ich ebenfalls, dass er im Normalbetrieb keine blinkende LED hat, wie nahezu alle anderen Rauchmelder, die ich kenne. Das kann im Schlafzimmer für manch einen schon mal störend sein und im Kinderzimmer sicherlich auch. Nichts dass unsere liebe Kleine vielleicht sogar noch Angst vom Blinken bekommt. 😉 Der neue Rauchmelder blinkt jedenfalls nur dann, wenn mit ihm etwas nicht stimmt. So finde ich das auch wesentlich sinnvoller.

Ihr seht also: Ich bin begeistert! Nach und nach werde ich nun all unsere gewöhnlichen Rauchmelder durch dieses 10-Jahres-Modell ersetzen. Das Kinderzimmer war aber als erstes dran und ist schon mal fertig damit ausgestattet. 🙂

Aufs Verfallsdatum achten
A propos Batterien: Die Batterien des Ei650 entladen sich nicht, wenn er in der Verpackung liegt, habt da keine Sorge. Erst ab dem Zeitpunkt, zu dem ihr ihn in Betrieb nehmt (indem man die Halterungsplatte an den Rauchmelder schraubt) wird die Stromversorgung aktiviert.

Nichts desto trotz trägt der Rauchmelder ein Verfallsdatum. In unserem Fall ist das Juli 2026 (also zum jetzigen Zeitpunkt etwas mehr als 10 Jahre). Um sicher zu gehen, dass man keinen zu alten Rauchmelder mit zeitlich früher liegendem Verfallsdatum bekommt, würde ich mir diese Melder immer nur bei einem der großen Anbieter besorgen, bei dem man davon ausgehen kann, dass die Produkte nicht allzu lange im Regal liegen. Dabei drängt sich wie so oft Amazon dann regelrecht auf

Magnetplatten erleichtern die Installation
Angebracht habe ich den Rauchmelder übrigens genau so wie all unsere anderen bisherigen Rauchmelder: Mit diesen Magnetplättchen von mumbi. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Und da der Ei650 noch mehr „Klebe-Auflagefläche“ bietet als unser bisherigen Rauchmelder, klappt das mit dem sogar noch viel besser.

Aber selbstverständlich kann man ihn auch ganz gewöhnlich mit Dübel und Schrauben anbringen. Das benötigte Befestigungsmaterial liegt dem Gerät bereits bei.

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