Zweiter Hebammenbesuch bei uns zu Hause

Poäng von IKEA ist zum Stillen eher bedingt geeignet.

Poäng von IKEA ist zum Stillen eher bedingt geeignet.

Also, vor ein paar Tagen war ja nun die Hebamme bei uns zu Hause, die uns auch die Tage nach der Geburt begleiten wird. Diesmal hatte sie ein paar Tipps und Ratschläge auf Lager, die ich nun in diesem Beitrag auch an euch weiter geben möchte ;-).

Unter anderem ging es um meine Rückenschmerzen, wie lange das Baby mit im Elternschlafzimmer schläft bzw. wo da genau, einen geeigneten Still-Sessel, geeignetes Wickel(kommoden)-Zubehör und was für ein Fieberthermometer bei Babys am besten geeignet ist

Zuerst redeten wir aber über …. genau: über mich ;-). Und das Baby natürlich. Was es Neues gibt, wie es mir so geht, Beschwerden und so weiter. Ich erzählte dann von meinen altbekannten Rückenschmerzen, weil das so das einzige war, was mir an Beschwerden einfiel.

Rückenschmerzen bei zweiter Schwangerschaft wären schlimmer
Sie kannte das Problem ja schon und meinte nur, dass ich nach der Geburt auf jeden Fall mal gucken soll, dass ich dann was für meinen Rücken tue. Evtl. dann eben auch mit Baby zu nem Kurs gehe, denn wenn ich nochmal Schwanger werden sollte, so meinte meine Hebamme, würden die Schmerzen beim zweiten Kind um einiges schlimmer werden und das müsse ja nicht unbedingt sein.

Zwar sind wir uns zur Zeit zu – sagen wir mal – 75% sicher, dass es bei dem einen Kind bleibt, aber man kann ja nie wissen ;-).

Mal abgesehen davon, dass ich wohl wirklich mehr für meinen Rücken tun sollte, schließlich muss ich ja im Laufe meines Lebens noch ein paar Tage arbeiten und ich will ja mit der Kleinen noch lange ordentlich rumtoben können und nicht wie ’ne Oma hinter ihr herkrauchen ;-). Nun zu den weiteren Themen.

Das bereits angeschaffte Babybett (ebenfalls von IKEA)

Das bereits angeschaffte Babybett (ebenfalls von IKEA)

Wie lange schläft das Baby im Elternschlafzimmer?
Tja, das ist ja so eine Sache: Die einen sagen (und/oder machen) so, die anderen so. Meine Hebamme meinte dazu nur, dass es da eigentlich keine Diskussion mehr gibt und das Baby im ersten Jahr mit bei den Eltern im Schlafzimmer schlafen soll.

Ehrlich gesagt waren wir uns da noch nicht so sicher gewesen. Ich habe ein bisschen die Befürchtung, dass man das Kind nach einem Jahr im Elternschlafzimmer bestimmt schwerer daran gewöhnen kann, dann irgendwann im eigenen Zimmer zu schlafen.

Unruhiger Schlag wirksam gegen plötzlichen Kindstod?
Der Grund für die 12 Monate im Elternschlafzimmer soll wohl aber das Vermeiden des plötzlichen Kindstods sein. Leider gibt es für dieses Phänomen ja nicht wirklich eine Erklärung. Wir haben gelesen, dass man eben auf Decken, Kissen, Kuscheltiere etc. im Kinderbett verzichten soll, um das Risiko des Erstickens gering zu halten. Und wenn man Nichtraucher ist, hat man auch schon sehr viel getan.

Meine Hebamme meinte, dass durch das Schlafen bei den Eltern, das Baby nicht in so einen tiefen Schlaf fällt, da die Eltern immer wieder Geräusche machen. Sei es Husten, Schnarchen, Umdrehen im Bett usw. Dadurch wird das Baby immer wieder wach, seine Atmung wird wieder kräftiger und niemals so flach, wie wenn es im eigenen Zimmer ohne jegliche Geräuschkulisse schläft.

Irgendwie finde ich diese eine Art der Eklärung sehr einleuchtend, weshalb ich schon denke, dass wir unser Baby ruhig bei uns im Zimmer schlafen lassen sollten, denn ich will mir später auf keinen Fall Vorwürfe machen, sollte uns so ein furchtbares Schicksal ereilen…was ich mir gar nicht vorstellen möchte.

Das immer vom ersten Jahr geredet wird liegt übrigens daran, dass der plötzliche Kindstot wohl am häufigsten zwischen dem 4. und 6. und dem 9. und 11. Monat vorkommt.

Wo soll das Babybett dann stehen?
Wir hatten uns eigentlich gedacht, dass wir das Kinderbett ans Fußende unseres Bettes stellen…fand meine Hebamme aber nicht so gut. Sie meinte, dass es dem Baby oft reichen würde, wenn man es einfach mal kurz streichelt oder berührt, wenn es schreit oder aufwacht. Außerdem müsse man das Kind beim Stillen nicht immer auf den Arm nehmen und großes Tamtam machen.

Manchmal würde es genügen, zum Baby rüber zu rutschen und es kurz an die Brust „andocken“ zu lassen ohne großartige Berührung. Joa, wenns klappt…ich hab da ja noch keine Erfahrungen, fand aber auch diese Erklärungen verständlich, weshalb wir jetzt entweder das Babybett, das wir schon haben, neben unseres stellen oder uns erstmal das Beistellbett von Nils Schwester leihen. Mal gucken…

Gekaufter Stillsessel nur bedingt geeignet
Wir haben uns das Modell “ Poeng“ von IKEA geholt. Nils meinte schon die ganze Zeit, dass ich da niemals wieder rauskommen würde, wenn das Baby auf meinem Arm eingeschlafen ist.

Auch meine Hebamme war der Meinung, dass der Stuhl nicht ganz perfekt wäre, sie sich aber schon mit diesem Modell auskenne und es einfach ein paar Kniffen bedürfe, um den Stuhl „stilltauglich“ zu machen: Ich sollte mir bei Zeiten ein Keilkissen kaufen, was dann zwischen Sitzfläche und Rückenlehne gelegt wird. Das würde dann verhindern, dass ich beim Stillen zu weit in den Sessel einsinke.

Außerdem hat sie mir gezeigt, wie ich dann am besten das Stillkissen benutze um meinen Rücken und meinen Arm abzustützen.

Ich denke, dass das alles gute Tips sind und der Stuhl auf dem besten Weg ist doch noch ein guter Stillsessel zu werden ;-). Ich denke auch, dass die Zeit dann zeigen wird, wie viele Kissen ich mir dann noch überall hinquetschen muss, um das Stillen so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die noch nahezu unbestückte Wickelkommode.

Die noch nahezu unbestückte Wickelkommode.

Welches Wickelkommoden-Zubehör brauchen wir?
Dann gings um die Wickelkommode bzw. um das, was man sich alles drauf und neben die Wickelauflage stellen und legen soll. Ich zähle mal auf :

  • Waschlappen
  • Feuchttücher (aber erst nach 4-6 Wochen)
  • Nagelschere aus Stahl
  • Bürste
  • Kamm
  • Taschentuch-Box
  • Zinksalbe (für den Popo)
  • Bepanthen
  • Bodylotion (am besten von Penaten, die mit dem Ökobutton, welche nicht parfümiert ist)

Welches Fieberthermometer für ein Baby geeignet?
Außerdem sollen wir uns ein Fieberthermometer besorgen, das für den Baby-Po geeignet ist. Nils hat da zwar auf diese Art des Messens jetzt schon keine Lust, aber das muss ja anscheinend sein ;-). Die von ihm favorisierten Ohr-Thermometer sind laut Hebamme nicht geeignet, da diese zu groß für das Baby-Ohr sind.

Ihr könnt aber gerne mal einen Kommentar da lassen, wie ihr das mit dem Fieber messen bei euren Babys haltet. Vielleicht geht es ja doch auch im Ohr? Und schreibt auch gerne, was man sonst noch so an Pflegeprodukten auf seinem Wickeltisch haben sollte.

Nun gut, ich denke das Wichtigste habe ich nun in diesem Beitrag zusammengefasst. Falls mir noch was einfallen sollte, werde ich euch natürlich davon in Kenntnis setzen ;-).

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